Sonderfall Amalgam Füllungen

Füllungen mit Amalgam – Fluch oder Segen?

Auch heute sind weltweit noch Millionen von Zähnen mit Amalgamfüllungen versorgt – einem Gemisch aus circa 60% Silber , 40% Quecksilber und verschiedenen anderen Schwermetallen wie Kupfer und Zinn.

Wie alle plastischen Füllmaterialien – also Materialien, welche weich in den Zahn eingebracht werden und dort erst aushärten – bleibt Amalgam auf Dauer nicht stabil, sondern unterliegt im Mund verschiedenen Veränderungen. Bei Amalgam ist hier vor allem Korrosion zu nennen, was zu undichten Füllungsrändern, dem Einwandern von Bakterien und in der Folge zu erneuter Karies („Sekundärkaries“) führen kann. Auch das Abbrechen von ganzen Zahnwänden oder Zahnhöckern durch Spannungen im Zahn sind weit verbreitet. Trotzdem besitzt es mit einer durchschnittlichen Liegedauer von 9 – 20 Jahren ( in Einzelfällen auch mal bis zu 30 Jahren ) gegenüber anderen plastischen Füllungsmaterialien wie z.b. Kunststoffen immer noch die längste Haltbarkeit.

Wegen der gesundheitlichen Bedenken gegenüber seinem Inhaltsstoff Quecksilber spielt Amalgam nur noch eine geringe Rolle und wird daher auch in unserer Praxis nicht mehr verwendet!

Vor allem Menschen, die mehrere verschiedene Metalle im Mund haben (etwa Gold und Amalgam), weisen erhöhte Quecksilberwerte im Körper auf, da durch die elektrochemische Korrosion (Batteriewirkung) im Mund Quecksilberionen aus dem Amalgam gelöst werden können. Durch Abrasion (Abrieb der Zähne unter Funktion) gelangen neben Quecksilber auch andere Schwermetalle wie Kupfer oder Zinn in den Organismus und lagern sich hier vor allem im Fett- und Nervengewebe ab. Hier können Sie ihre neurotoxische Wirkung entfalten.

So kann Amalgam sehr viele Folgeerkrankungen auslösen, die je nach körperlicher Kondition, oder Belastungsgrad früher oder später ausbrechen können. Vor allem viele chronische und zunächst fast unmerkliche Erkrankungen werden dem Amalgam zugeschrieben.

Allergien, Abwehrschwäche, Anämie, Depressionen, Asthma, Kopfschmerzen, Angstzustände, Darmerkrankungen, Hautekzeme, Neurodermitis, Gedächtnisstörungen, Gelenkschmerzen, Herzrythmusstörunge, Leber- und Nierenschäden und vieles mehr

Für eine genaue Abklärung bieten wir daher in Zusammenarbeit mit unseren ärztlichen Partnern eine Überprüfung der Schwermetallbelastung in Mund und Körper, sowie die Schwermetallausleitung nach Amalgam Entfernung an.

Dr. Jens Tartsch